tolerance in friendship

Es wäre so viel einfacher, wenn die anderen sich einfach so verhalten, wie es unseren eigenen momentanen Werten entspricht und wir es dadurch leichter haben. „Du bist falsch, ich bin richtig“

Oft tut es weh, Unterschiede zu bemerken. In jahrelangen Freundschaften zum Beispiel.
Wenn die Lebensumstände sich verändern. Wenn sich die Interessen verschieben. Wenn die Prioritäten neue Plätze einnehmen. Wenn das Leben und das womit wir gerade beschäftigt und herausgefordert sind uns dazu bringt andere Themen hintenanzustellen oder manches zu übersehen. Meistens sehr unbewusst und niemals aus Böswilligkeit. 

Menschen verurteilen. Wie in einem Gericht. Menschen bewerten. Kategorisieren. Schließen aus. Nehmen es persönlich. Sagen uns gnadenlos die Meinung.

Niemand kommt perfekt auf die Welt. Wir sind hier, um zu lernen.

Anzuerkennen, dass wir verletzbare Wesen sind und uns alle nicht die gleichen Themen zur gleichen Zeit beschäftigen, könnte helfen, unterschiedliche Verhaltensweisen oder Meinungen nicht persönlich zu nehmen.

Toleranz zu entwickeln, bedeutet auch Fragen stellen zu dürfen. In Freundschaften und Beziehungen sollte dieser sichere Ort bestehen dürfen.

Wieso fällt es uns so schwer, Fragen zu stellen, ohne zu bewerten?
Wenn wir getriggert werden, der eigenen Verletzlichkeit zu begegnen?

In dieses Thema einzutauchen, bedeutet zu erkennen, dass die wahre Ursache in unserer Vergangenheit liegt und niemals an dem Menschen, der dieses Gefühl in uns auslöst. Und doch wollen wir lieber vermeiden und versäumen so, die Fähigkeit zu entwickeln, unsere eigenen Bedürfnisse zu nähren.

Auch die Frage „Wer will ich sein für …?“ entlastet den Anspruch in Beziehungen oder Freundschaften, alles erfüllen zu müssen bzw zu können.

Verletzte Menschen, verletzen Menschen. Wer nicht reflektiert der projiziert.

Diese Tatsache allein bietet schon einen guten Grund, sich auf die Forschungsreise zu begeben, um zu lernen, wie es anders geht.

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