Somatische Angst.

Das Gefühl, dass durch Anspannungen im Körper gehalten wird und ihre Aufgabe nicht erfüllen kann…

Die somatische Angst beschreibt den körperlich spürbaren Teil der Angst, die sich als Herzklopfen, feuchte Hände oder ein flaues Gefühl im Magen zeigen kann.

Ein Klient beschreibt:
„Meine über Jahre aufgebaute Schutzmauer, die ich aus Angst vor Verurteilung und aus Angst vor dem Leben aufgebaut habe – die imaginäre Mauer hat die Verbindung zu mir selbst gestört. Das hat sich körperlich durch ein Taubheitsgefühl und Verspannungen bemerkbar gemacht.“

Wir sehen Angst als Feind nicht als Freund, der sie ist.
Angst ist nichts Schlechtes, sie hat einen wichtigen biologischen Auftrag.
Ohne diese grundlegende, biologisch körperbasierte Emotion hätten wir keine Signale, die uns wissen lassen, dass etwas nicht sicher ist. Wir wüssten nicht, wann wir rennen, kämpfen oder uns totstellen sollten. Wir brauchen Angst. Aber wir geraten in Schwierigkeiten, wenn wir neben unserer Angst einfrieren und eingefroren bleiben.

Wenn wir in „frozen fear“ stecken bleiben, ist es wirklich schwierig, zu spüren, was sicher und/oder unsicher ist. Wir fürchten uns vor etwas, das womöglich keine Bedrohung für uns darstellt.

Oder wir erkennen nicht, dass etwas nicht sicher ist, und wir nähern uns dem. Bevor wir es wissen, befinden wir uns wieder in einer Situation der Bedrohung/Hilfslosigkeit. – In der Traumaarbeit nennen wir das Retraumatisierung.

Bei  akuten oder chronischen Angstzuständen wird zuerst dein Nervensystem unterstützt und reguliert, um  erhöhte Emotionen, die du möglicherweise in Situationen erlebst, zu lindern.

Den Zugang zu deinen emotionalen Erinnerungen, die alte Ängste tragen, kannst du durch achtsames somatisches Bewusstsein erlangen. Durch das spüren richtest du deine Aufmerksamkeit auf dein somatisches Selbst und wirst dir deinen Empfindungen bewusst. Beobachten bedeutet, sich deiner Körperempfindungen bewusst zu sein, ohne sie zu beurteilen oder wegzuschieben. Artikulieren bedeutet, die beobachteten Empfindungen zu beschreiben. Zu reflektieren bedeutet, mit Neugier die Botschaften zu erkunden, die in deinen Empfindungen eingebettet sind, damit du ein tieferes Verständnis für dich entwickeln kannst. 🤍 mit professioneller Begleitung.

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